VfR Salisso Bad Salzig gewinnt Pokalkrimi in Kisselbach

(EF). Die grün weißen reisten am 1. Mai zum Pokalviertelfinalspiel nach Kisselbach. Das als klarer Außenseiter. Und am Tag der Arbeit sollte auf dem Rasenplatz in Kisselbach eine Menge Arbeit auf die VfR-Akteure warten. Die erste viertel Stunde konnte sich das Team vom Rhein kaum der Umklammerung der Hunsrücker wehren. In Minute fünf gab es einen Elfmeter für Kisselbach, deren Berechtigung nur der katastrophal und arrogant leitende Schiedsrichter kennt. Von da an aber kam Leben auf und neben dem Spielfeld auf.

Angriff auf Angriff rollte auf das Tor von Jimmy Hartwig. Doch der Salisso-Keeper war an diesem Tag erneut Mr. Zuverlässig und konnte aus dem Spiel heraus nicht geschlagen werden. Überhaupt waren Abwehr und das defensive Mittelfeld an diesem Tag die Aushängeschilder. Allen voran Niclas Bach. Es war vielleicht sein bestes Spiel im grünen Dress, denn viel besser, als er es an diesem 1. Mai tat, kann man nicht mehr spielen. Athletik, Wucht, Einsatzwille, Spielintelligenz, das Ganze gepaart, gab einen Niclas Bach, der zweifelsohne „Man oft the Match“ war. Der Beste in einem sehr guten Team. Nach etwa 20 Minuten kam der VfR dann auch besser in die Partie. Die Jungs standen höher, ließen sich nicht weiter hinten rein drängen und Spielzug um Spielzug begegnete der VfR dem Favoriten auf Augenhöhe. Die fleißigen Dominik Stade und Gerrit Schumacher machten Druck über die Außenbahnen, zentral gaben Josef Schütz und Andre Fischer Gas, oder nahmen Tempo raus und vorne regierte der stets gefährliche Kuba. Ein Treffer wollte aber vor dem Halbzeit-Cut keiner Elf gelingen.

Und diesmal ist der VfR zur zweiten Halbzeit hellwach. Ugo schnappt sich in der 46. Minute das Leder, tanz die Heimabwehr mitsamt den Torhüter aus und schließt locker zur Salisso Führung ein.

Die Freude währt jedoch nur vier Minuten. Eigentlich war jedem mit VfR Sympathie klar, das dem Schiedsrichter die Salziger Führung nicht gefällt. Eine erneut katastrophale Entscheidung führt zum erneuten Elfmeter für Kisselbach. Alle Gesprächsversuche der VfR-Akteure wiegelt der Mann in schwarz, der besser an solchen Tagen Eichhörnchen füttern sollte arrogant ab. Die beiden VfR-Trainer Uwe Schütz und Markus Hubele wirkten in dieser entscheidenden Spielphase ruhig, besonnen und unheimlich clever auf ihre Mannen ein. Und die gaben auf dem Platz die richtige Antwort. Nahmen den Kampf an, aber nicht die gegnerischen Provokationen. 84. Minute, der flinke Ugo wieder auf dem Weg zum Tor, kurz davor rasselt er mit dem gegnerischen Keeper zusammen, Kuba steht bereit und staubt seelenruhig zum 2:1 für die Elf vom Rhein ein. Tor oder nicht, neben dem Platz schlagen die Emotionen immer höher, aber der Treffer zählt. Bis zur 97. Minute verteidigt die VfR-Einheit die Führung und zieht mit dem Sieg ins Pokalhalbfinale ein. Die Jungs zeigten in diesem Spiel eine Bärenleistung auf hohem Level und einem unbändigen Willen.


Foto: Eric Fischer, Boppard im Blick /LINUS WITTICH Medien

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