VfR kommt beim Tabellenführer unter die Räder

(EF). Es war eine Klatsche für den VfR, über die man noch nicht einmal sauer sein kann. Denn der Tabellenführer Kastellaun legte genau das an den Tag, war der VfR-Truppe noch fehlt. Die Heimelf, bei der eine Handvoll sehr guter Fußballer den Tagesunterschied machte, legte von Beginn an los wie die Feuerwehr. Spielte schnellen One-Touch-Fußball, der die gesamte VfR-Mannschaft mit Ausnahme des erneut bärenstarken Torhüters Jimmy Hartwig, vor eine gehörige Portion Probleme stellte. Es waren bei Kastellaun genau diese entscheidenden Unterschied-Spieler, die ihren fußballerischen Weg von der Jugend bis hin zur Seniorenabteilung konsequent durchgezogen haben. Auf Bad Salziger Seite sieht das anders aus. Viele Spieler hörten nach der Jugend auf und stiegen erst vor 3, oder noch weniger Jahren wieder in den Fußball ein. Und dabei handelt es sich genau um die Jahre, die am Sonntag fehlten. Die müssen nachgeholt und aufgearbeitet werden, das wird seine Zeit dauern. Hier muss sich jeder in Geduld üben, denn es wird noch eine Durststrecke werden, bis man einer so abgeklärten und effektiven Mannschaft wie Kastellaun Paroli bieten kann. Bis dahin müssen noch einige dicke Bretter gebohrt werden, die Mannschaft ist lernwillig und fähig, die Fortschritte sind erkennbar, Rückschläge gehören zum Tagesgeschäft, damit gilt es umzugehen. Über einige Spielabschnitte war das möglich, aber das Heimteam spielte äußerst effektiv und nutze die Chancen eiskalt, ohne den jungen Nachwuchstorhüter Hartwig „Jimmy“ Christ hätte die Niederlage noch höher ausfallen können. In der Abwehr organisierte Maxi Bach alles was zu organisieren war, fügte sich in den Spielaufbau ein und wollte das Spiel immer wieder nach Vorne treiben, aber Mangels Bewegung seiner Mitspieler, war es für ihn schwer überhaupt Anspielmöglichkeiten zu finden. Im Mittelfeld und im Sturm ist man zu harmlos, einige Akteure agieren zu ängstlich, Kastellaung merkte das schnell und kaufte den Salissos mit einem gehörigen Einsatz den Schneid ab. Im Sturm befindet man sich seit dem Weggang von Korsa im größten Tal der Tränen, da ist ganz einfach Nichts. Kein Einsatz, keine Bewegung, Ideenlosigkeit, der wirbelnde Pole wird an allen Ecken und Kanten vermisst. In regelmäßigen Abständen kam Kastellaun zu den Treffern zum 6:1 Heimsieg. Den Ehrentreffer erzielte der nimmermüde Josef Schütz, aber selbst der erfahrene Mittelfeldregisseur der rackerte und ackerte, musste manchmal ratlos die Segel streichen. Solche Spiele können passieren, werden wieder passieren. Kein Vorwurf an das Team, sondern den berühmten Mund abputzen, in der Trainingswoche alles aufarbeiten, denn am Sonntag wartet der nächste Brocken.

Am 11.11. bereits um 12 Uhr ist Anpfiff in Oppenhausen gegen Nörtershausen/Udenhausen.

Fotos: Eric Fischer, Boppard im Blick / LINUS WITTICH Medien

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