VfR Salisso Bad Salzig verliert unnötig mit 2:4 gegen Lutzerath

(EF). Trainer Uwe Schütz, konnte im Heimspiel gegen Lutzerath nicht auf seine volle VfR-Kapelle zurückgreifen. Die verletzten Spieler Tim Volk und Dominik Stade bereiteten dem Coach einiges Kopfzerbrechen. So war Schütz kurz vor der Vollendung seines 60. Geburtstages in Sachen Taktik und Improvisation, mehr denn je als Dirigent gefragt. Dem Trainer Schütz, sollte der Spieler Schütz helfen. Bruder Josef, musste die erste Geige spielen, der erfahrenste VfR-Akteur sollte die Spielzügel in die Hand nehmen und die junge Salisso-Truppe lenken. Dies konnte der Mittelfeldregisseur auch umsetzen. Zur Seite standen ihm dabei besonders Niklas und Maxi Bach, ebenfalls Brüder, die auch schon mal in Sachen Körperbetonung eine Duftnote hinterlassen können. Das war auch am Sonntag gegen einen robust spielenden Gast manchmal von Nöten.

Der VfR legte gut los, Kontrolle über Ball und Gegner, ruhiges sachliches Spiel. 13. Spielminute, Korsa tankt sich mit dem Spielgerät in den 16er der Gäste, kluger Pass auf Jan Jäkel, der lässt sich nicht zweimal bitten und schießt zur 1:0 Führung ein, damit untermauert er seine bisherige Top-Form. Bis zur Halbzeit das gleiche Bild, der VfR diktiert das Match, nutzt aber beste Chancen nicht, um die Torspirale nach oben zu drehen. Man spielt viel zu locker mit der Führung, Chancen zum 2, oder 3:0 werden leichtfertig in den Sand gesetzt. Treffer, die vielleicht die Partie schon entschieden hätten.

Doch irgendwas schien im VfR Halbzeit-Wasser gewesen zu sein, ein Bestandteil, der den grün weißen gar nicht gut tat. In der 46. Minute, wie aus dem Nichts der Ausgleich, nur 2 Minuten später, gar der 1:2 Rückstand. Innerhalb von nur 3 Minuten, in denen die Salissos noch gar nicht auf dem Platz schienen, hat man die Partie hergegeben. Es sollte noch schlimmer kommen, 66 Minuten gespielt, der Gast nutzt eine VfR Unstimmigkeit eiskalt zum 1:3. Der VfR zeigt Moral, beißt sich ins Spiel zurück, kämpft, rackert und belohnt sich in Minute 73 mit dem 2:3 Anschlusstreffer. Weiter rollt Angriff auf Angriff auf das Gästetor, klarste Chancen werden teils kläglich vergeben. Auf Bad Salziger Seite kommt der letzte Ball nicht sauber an, viel zu wenig sucht ein Akteur den Abschluss selbst und zu oft verstrickt man sich in 1:1 Situationen. Es kommt, wie es kommen muss, Konter von Lutzerath, eiskalt ausgespielt und 2:4. Dieser Treffer brach dem VfR-Team endgültig das Genick und war gleichzeitig der Endstand. Vorschau: Am heutigen Mittwoch gastiert der VfR um 20 Uhr in Bremm. Am Sonntag ist man wegen der Kirmes spielfrei. Fotos: Eric Fischer, Boppard im Blick, LINUS WITTICH Medien

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